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Risikokapitel · 17

Positionsgröße und Risikobudget

Selbst gute Ideen können bei zu großer Positionsgröße irreversible Verluste verursachen. Die Positionsgröße sollte bei der Frage beginnen: „Wie viel verliere ich, wenn ich falsch liege?“, und nicht bei „Wie viel Geld habe ich?“.

1. Zuerst Ausfallbedingungen definieren

Stop‑Loss ist nicht nur ein Preisprozentsatz, sondern beobachtbare Bedingungen, die ein Scheitern der Investment‑These anzeigen, z. B. Verlust des Wettbewerbsvorteils, Verschlechterung des Cashflows oder Änderung der Kapitalallokation. Können die Ausfallbedingungen nicht beschrieben werden, sollten Sie die Positionsgrößen nicht berechnen.

2. Die Formel fürs Risikobudgeting

Maximale Aktienanzahl = erträglicher Verlust ÷(Einstiegspreis − Stopp‑Preis + Kosten pro Aktie)

Verlusttragfähigkeit lässt sich grob als Kontoguthaben × Einzelpositionsrisiko schätzen. Die Formel ist nur eine Obergrenze und unterliegt Liquidität, Gaps, Konzentration und Investment‑Policy‑Einschränkungen.

3. Vermeide die Illusion der Präzision

Der Markt kann Stop‑Loss‑Level überspringen und Transaktionskosten weiten sich in Stressphasen; deshalb sollte ein Sicherheits­puffer eingeplant werden und die Gesamtexponierung für dieselbe Branche, denselben Faktor und verwandte Vermögenswerte gemeinsam berechnet werden.

ÖffnenPositionsgrößenrechner,anschließend verwendenHistorisches VaR‑ToolPrüfen Sie das Gesamtportfolio, nicht nur einen einzelnen Trade.

Finanzrisiko-Hinweis

Diese Seite, ihre Rechner und Beispiele dienen ausschließlich der Bildung, Recherche und Szenarioschätzung. Sie sind keine persönliche Anlage-, Handels-, Wett-, Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Märkte und lokale Regeln können sich ändern; prüfen Sie aktuelle Primärquellen und tragen Sie die Verantwortung für Ihre Entscheidungen. Vergangene Ergebnisse, Modellwerte und Simulationen garantieren keine Zukunftsergebnisse.