1. Gewinn‑und‑Verlustrechnung zur Beurteilung des operativen Ergebnisses
Umsatz, Bruttogewinn, operatives Ergebnis und Nettogewinn nach Steuern beschreiben das Ergebnis über einen Zeitraum. Bei der Analyse sollte man Trends, Bruttomargenstruktur und operative Marge betrachten und nicht nur ein hübsches EPS herausgreifen.
2. Bilanz als Maß für Widerstandsfähigkeit
Die Bilanz ist eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kassenbestand, Forderungen, Vorräte, kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten helfen, die Liquidität zu beurteilen; bei hohem Anteil an Firmenwert und immateriellen Vermögenswerten sollte man verstärkt nach Akquisitions‑ und Wertminderungsrisiken fragen.
3. Cashflow‑Statement zur Beurteilung der Qualität
Operativer Cashflow spiegelt die Kernfähigkeit der Geschäftseinahmen; Investitionstätigkeiten enthalten oft CAPEX; Finanzierungstätigkeiten zeigen Kredite, Rückzahlungen, Dividenden und Buybacks. Langfristig sollten anhaltende Divergenzen zwischen Nettogewinn und operativem Cashflow untersucht werden.
4. Aufbau des Vier‑Fragen‑Ablaufs
- Stammt das Umsatzwachstum aus Preis, Menge, M&A oder Einmaleffekten?
- Zeigen Bruttomarge und operative Marge erklärbare Trends?
- Werden Gewinne in Liquidität umgewandelt, und zehrt das Betriebskapital die Liquidität auf?
- Verpflichtungen, Zinsen und Verwässerung vermindern den Wert pro Aktie?
Nach Abschluss der ersten Recherche kann man verwenden:DCF‑Bewertungsszenario‑ToolSensitivitätsprüfung des Werts gegenüber Cashflow, Wachstumsrate und Diskontsatz.